AKTIVITÄTEN


Aktivitäten, die bei der Realisierung des Projekts Ehre den Kinderopfern des Holocausts zu empfehlen sind

Diese Empfehlung basiert auf den Erfahrungen der Schulen, die das Projekt in den letzten Jahren realisierten. Einige Aktivitäten eignen sich für alle Altersgruppen von Schülern und Studenten, einige sind vielmehr für jüngere Schüler, andere für ältere Studenten geeignet. Aufgrund unserer Erfahrungen unterscheiden wir die Aktivitäten farbig folgendermaßen:

* Blaue Farbe - geeignet vor allem für Mittelschulen
* Rote Farbe - geeignet hauptsächlich für Schüler der siebten bis neunten Klasse der Hauptschule
* Grüne Farbe - geeignet für alle Altersgruppen

Der Realisierung des Projekts kann eine Einladung in die Ausstellung vorhergehen (insgesamt zwanzig Panels der Ausstellungen Verschwundene Nachbarn und Ehre den Kinderopfern des Holocausts, die sich dank dem System roll-up, das man leicht transportieren und installieren kann, für Hallen, Bibliotheken, Korridore in Schulen usw. eignen). Zugleich bieten wir eine Schulung einer kleinen Gruppe von Schülern oder Studenten als Führer durch die Ausstellung an. Es folgen selbständige Aktivitäten der Gruppe von Projektteilnehmern:

Sie sollten die Geschichte des Persequierens der Juden während des Zweiten Weltkriegs sowie die geschichtlichen Ereignisse in der Welt und in der Heimat kennen lernen, mit denen dieses Persequieren in Zusammenhang steht. Diese Kenntnisse können sie im Geschichtsunterricht, im Seminar in der Schule, beim Besuch des Bildungs- und Kulturzentrums des Jüdischen Museums in Prag erlangen.

Sie sollten sich die auf das Thema bezogenen Filme ansehen - O zlém snu (Von einem bösen Traum), Regie Pavel Štingl; Zmizelí sousedé (Verschwundene Nachbarn), Regie Josef Dlouhý; Nezapomínání (Das Nichtvergessen), Regie TomᚠŠkrdlant, usw. Zum Ausleihen im Bildungs- und Kulturzentrum des Jüdischen Museums in Prag

Sie sollten die empfohlene Lektüre lesen:
A. Spiegelman, Maus 1, 2, Praha 1997
J. R. Friesová, Pevnost mého mládí (Die Festung meiner Jugend), Praha 1997
A. Franková, Deník (Ein Tagebuch), Praha 2004
Cesta - cíl neznámý. Èítanka (Der Weg - Ziel unbekannt. Ein Lesebuch), Praha 1992
R. Glazar, Treblinka, slovo jak z dìtské øíkanky (Treblinka, ein Wort wie aus einem Kindersprüchlein), Praha 1994
M. Moulis, R.Cílek, Zapomeòte, že jste byli lidmi…Nacistické koncentraèní tábory - symbol barbarství (Vergisst, dass ihr Menschen wart...Nazistische Konzentrationslager - ein Symbol der Barbarei), Praha 2005
R. Cílek, Holocaust…A Bùh tehdy mlèel (Der Holocaust…Und Gott schwieg damals), Èeský Tìšín 2003
D. J. Goldhagen, Hitlerovi ochotní katani (Hitlers bereitwillige Henker), Praha 1997

Mehr siehe den Hinweis Doporuèená literatura (Empfohlene Lektüre) unter www.neztratitviru.net

Sie sollten nach den Namen der Schüler und Studenten suchen (aufgrund eines Namensverzeichnises der Schule oder des Gymnasiums, das Schuljahr 1939/1940, als jüdische Schüler und Studenten gezwungen wurden, Schulen zu verlassen), das Suchen in alten Schulchroniken

Sie sollten die festgestellten Ergebnisse mit dem Gedenkbuch der Theresienstadt vergleichen.
Sie sollten die nächste Gedenkstätte besuchen - eine Synagoge, einen jüdischen Friedhof, jüdisches Viertel, eine Gedenktafel, die der jüdischen Opfer gedenkt (diese kann auf einem jüdischen Friedhof, an dem Ort, wo früher eine Synagoge stand oder auf dem Sammelplatz der Juden vor der Deportation angebracht sein, manchmal ist sie auch den Opfern des Widerstands gewidmet)

Sie sollten den Inhalt der Gesetze von Nürnberg sowie die Anwendung dieser Gesetze in der Praxis kennen lernen (siehe www.jewishmuseum.cz, www.holocaust.cz, www.neztratitviru.net)

Sie sollten Materialien im Ortsarchiv studieren (Chroniken, die Presse aus dem untersuchten Zeitraum)

Sie sollten die ehemaligen Schüler ihrer Schule ansprechen und versuchen, möglichst viele Informationen zu gewinnen, die es ermöglichen, ein Bild von der damaligen Zeit, der Gesellschaft und dem einzelnen Menschen zu schaffen

Sie sollten die Zeitgenossen oder die Nachfahren von Zeitgenossen ansprechen und Gespräche mit ihnen führen

Sie sollten Näheres über die Schicksale der jüdischen Schüler und Studenten in den nächsten Jahren feststellen

Sie sollten die Gespräche in schriftlicher Form, die im Archiv gefundenen Materialien und Fotos sammeln und die Präsentation ihrer Forschungsarbeit vorbereiten

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